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Die Idee – Unternehmensbewertung

“Price is what you pay. Value is what you get.”

Dieses Zitat stammt von Warren Buffet, dem Starinvestor und oftmals geadeltes “Orakel von Omaha”. Warren Buffet wie auch sein “Lehrer” Benjamin Graham können als die Gründer der klassischen Fundamentaltheorie bezeichnet werden. Ihren Ansichten zufolge kann sich der Preis eines an der Börse gehandelten Unternehmens mit dessen tatsächlichen Firmenwertes auf markante Weise unterscheiden.

Um letztendlich eher investieren als spekulieren zu können, vermag es also einer umfassenden Analyse der zu betrachtenden Aktiengesellschaft. Diese sollte sowohl qualitativ als auch quantitativ erfolgen. In Anlehnung an Stephen Penman widme ich mich der sogenannten “Übergewinn-Methode” in Kombination mit der in der Fundamentalanalyse üblichen Equity-Methode zu.

Übergewinn – Methode

Bei ersterer geht es kurz und bündig darum festzustellen, ob der Gewinn aus der operativen Tätigkeit die analogen Kapitalkosten übersteigt. Ein Übergewinn wird letztendlich dadurch erzielt, dass nach Abzug der Kapitalkosten noch ein Ertrag übrig bleibt. Grundlage der Berechnung stellt stets das betriebliche Nettovermögen dar. Übergewinne lassen sich also wie folgt definieren:


Übergewinn =
Operatives Ergebnis nach Steuern – Kapitalkosten * Nettobetriebsvermögen


Sobald die Übergewinne der folgenden Jahre prognostiziert sind, lassen sich diese mit den Kapitalkosten abdiskontieren. Daraus lässt sich in weiterer Folge ein aus Sicht des Fundamentalinvestors fairer Aktienwert bestimmen.

Equity – Methode

Das zweite, aus dem Bereich der Fundamentalanalyse, renommierte Verfahren, die Eigenkapitalmethode auf Basis des Discounted Cashflow Verfahrens (DCF) versucht den Wert eines Unternehmens mittels Diskontierung zukünftiger Cashflows zu bestimmen. Bei dieser Methode werden ausschließlich die zukünftigen Zahlungsströme der Eigenkapitalgeber berücksichtigt, worauf diese mit den zu bestimmenden Eigenkapitalkosten abdiskontiert werden.

Zur Berechnung des fairen Eigenkapitalwertes gilt es folglich drei wesentliche Dinge zu bestimmen:


  • Zukünftige Zahlungsströme für die Eigentümer
  • Die Eigenkapitalkosten, also den zur Diskontierung verwendeten Zinssatz respektive Faktor
  • Das ewige Wachstum in Form einer dargestellten ewigen Rente


Sobald der Eigenkapitalwert bestimmt ist, muss dieser durch die Anzahl der gehandelten Aktienpapiere dividiert werden. Daraus ergibt sich der faire Aktienwert.

Ergänzend möchte ich dir noch einige weitere Vorgehensweisen meiner durchgeführten Analysen beschreiben:

“Quantative Data are useful only to the extend that they are supported by a qualitative survey of the enterprise.”

Benjamin Graham

Das bedeutet, jede quantitative Analyse unterliegt einer vorausgegangenen umfassenden qualitativen Analyse. Dadurch soll unter anderem die Marktattraktivität aber auch das jeweilige Geschäftsmodell des Aktienwertes im Großen und Ganzen bestimmt werden. Eine quantitative Analyse eignet sich nur, wenn man seitens qualitativer Aspekte eines Unternehmens vollends sachkundig ist.
Zusätzlich werde ich die wichtigsten Kennzahlen bzgl. finanzieller Stabilität, Rendite und Profitabilität prägnant beschreiben und interpretieren. Die Eigenkapitalkosten werden basierend auf Marktrisiko sowie finanzieller und operativer Hebel bestimmt. Der Minimalwert wird dabei mit sieben Prozent festgelegt.
Bei den Finanzdaten wird auf die verfügbaren Geschäftsberichten der jeweiligen Unternehmen zurückgegriffen. Die zukünftigen Umsätze und Margen beziehen sich auf einen Mix aus der Analyse vergangener Perioden sowie Einschätzungen basierend des Marktes oder vorhandener Ausblicke der Unternehmen.


Die Idee hinter meines Blogs ist es, kostenlos diverse Analysen von Aktienunternehmen anzubieten, damit fundamentale Analysen und damit verbundene Investments für jeden zugänglich sind und Kleinanleger nicht in die Falle nicht nachhaltig-wirtschaftender Unternehmen tappen.

Mir ist wichtig zu betonen, dass meine Beiträge stets Unterstützungen meinerseits und keinesfalls Handlungsempfehlungen zum Gegenstand haben. Du darfst meine Analysen jederzeit bewerten respektive kommentieren. Über einen regen Austausch mit dir freue ich mich sehr.
Solltest du Fragen bezüglich meiner Analyse haben, steht es dir auch stets frei mir eine E-Mail zu schreiben. Gegebenenfalls kann ich dir auch mein Analyse-Tool näherbringen.

Ich wünsche dir viel Spaß auf meinem Blog!

Investiere smart, nachhaltig & erfolgreich!!