Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

MSCI Europe-ETFs: Das sind die Besten?

3

Zuletzt aktualisiert am Mai 28, 2021

Wie bereits in einem vorherigen Artikel erwähnt, kann eine breit angelegte ETF-Strategie eine ausgeklügelte, kontinental verstreute, geographische Verteilung umfassen. Die Rede ist also nicht von einem Erwerb eines einzigen Fonds, sondern mehrerer, welche nahezu den geschlossenen Weltmarkt zu abbilden vermögen. Hierfür kann ein MSCI World, mit einem MSCI Emerging Markets und einem MSCI Europe ETF verknüpft werden. Das Ziel der Integration des letztgenannten liegt dabei primär im Ausgleich möglicher Wechselkursschwankungen. Kursgewinne auf ausländischen Märkten mit verschiedenen Währungen (bspw. Dollar) können aufgrund von sich ändernden Devisenkursen verlorengehen. Bei Handeln von in Euro gelisteten Wertpapieren ist dies dagegen nicht der Fall. Die ersten beiden erwähnten ETF-Kategorien habe ich bereits in einem anderen Beitrag unter die Lupe genommen. Nun gilt es verschiedene ETFs des europäischen Marktes genauer zu betrachten und gegebenenfalls einen Favoriten zu bestimmen.

Für den Vergleich mehrerer Exchange Traded Funds, habe ich drei Fonds unterschiedlicher Anbieter ausgewählt. Eine kleine Zusammenfassung ist wie folgt dargestellt:

Der MSCI Europe ETF aus dem Hause HSBC verteilt seine Dividenden halbjährlich, während jener von Amundi jährlich und der ETF seitens BlackRock quartalsweise an die Aktionäre ausschüttet. Circa 70 Prozent aller enthaltenen Titel der drei Investmentfonds verteilen sich dabei auf die Ländern Großbritannien, Frankreich, Schweiz und Deutschland. Unternehmen aus dem Gesundheits- sowie Finanzsektor, der generellen Industrie und aus dem Gebrauchsgütergeschäft sind zugleich primär impliziert. Die vier Top-Positionen der enthaltenen Aktiengesellschaften teilen sich bei allen drei Anlagefonds Nestlé SA, Roche Holding AG, Novartis sowie SAP SE. Bei den kleineren Titel-Anteilen differenzieren die drei ETFs jedoch, wodurch es zu Renditeunterschiede kommen kann.

Analyse der einzelnen Renditen

Die letztendlich mitunter kaufentscheidende Frage der Verdienstspanne wird in Anbetracht eines Vergleichs ab dem Listendatum des Amundi Indexes festgelegt. Dieses war am 15.01.2018: 

Betrachtet man alle drei Abbildungen, so zeigen sich generell simultan verlaufene Chartverläufe. Die entsprechend orangenen Linien weisen dabei auf den kumuliert-prozentualen Verlauf entlang des Betrachtungshorizontes hin. Alle ETFs haben folglich seit 2018 an realen Wert einbüßen müssen. Am schlechtesten schneidet dabei der iShares-Index ab. Zum 12.10.2020 ist hier ein Abschlag von -4,52 Prozent festzustellen. Beide anderen MSCI Europe Fonds dokumentieren eine geringfügig bessere Leistung. Zu erwähnen ist dabei, dass die jeweiligen Ausschüttungen der Indizes nicht in die Kursentwicklung miteinflossen. Daher sollten diese ergänzend in Betracht gezogen werden.

Unter Einbezug der ausgewiesenen Dividenden, erzielten folglich alle MSCI Europe ETFs eine insgesamt positive Rendite entlang des Betrachtungshorizontes. Der Investmentfonds von Amundi schneidet demnach unter Berücksichtigung beider Analysen am besten ab (Kursverlauf inklusive Ausschüttungserträge). Summa summarum warf dieser ETF im Vergleich zu seinen beiden Pendants eine mehr als ein Prozent bessere Verdienstspanne ab. Da es sich bei diesem Fonds jedoch um einen ETF mit noch sehr geringem Fondsvermögen handelt (und dieser zusätzlich noch die teuerste Alternative der untersuchten Wertpapiere ist), ist dieser höchst risikoaversen Anlegern nicht zu empfehlen. Dafür sind die Renditeunterschiede letztlich zu gering. Alternativ rate ich den MSCI Europe von iShares auszuwählen.

Nichtsdestotrotz erweist sich ein Europa-ETF zur gegebenen Zeit als die nicht gerade lukrativste Art und Weise sein Geld anzulegen. Dies ist aber unter anderem auch der Thematik der COVID-Krise zuzuschreiben, als die Mehrheit aller Investmentfonds horrende Verluste konstatieren musste. Zieht man allerdings eine Relation zur einjährigen Rendite eines beliebigen MSCI World Indexes (diese wurde in einem anderen Artikel dargestellt) wie beispielweise dem HSBC MSCI World UCITS ETF USD (A1C9KK), so kann keiner der betrachteten Europa-Fonds mit seiner jeweiligen Rendite mithalten. Nichtsdestotrotz, einen kleinen Teil (nicht mehr als 10-15%) des investierten Anlagebetrages sollte durchaus einen ETF, der den europäischen Kontinent weitestgehend abdeckt, beinhalten. Dem Risiko starker Wechselkursschwankungen oder der zu großen Abhängigkeit zum amerikanischen Markt kann dadurch Einhalt geboten werden.

Beispielportfolio

Ein ausgewählter europäischer ETF in Kombination mit einem MSCI World und einem MSCI Emerging Markets ETF genügt folglich, um den weltweiten Aktienmarkt weitestgehend breit widerzuspiegeln. Das Portfolio ist dadurch stark differenziert und die Abhängigkeit von einzelnen Branchen, Ländern oder Kontinente reduziert. Im Verhältnis dieser Dreierkombination sollte dem MSCI World der größten Anteil zugestanden werden. Letztendlich möchte ich dir ein kleines Beispielsportfolio (inkl. Verteilung) zum Ende dieses Beitrages näherbringen:

Investiere smart, nachhaltig & erfolgreich!!

Klicke um zu bewerten
[Gesamt: 5   Durchschnitt:  4.6/5]
  1. Christian Christian

    Vielen Dank für den detailgetreuen Einblick 🙂
    LG Christian

    • Andreas Andreas

      Danke für den super Beitrag 👌🏼🙂

      • Freut mich wenn es euch gefällt – gerne könnt ihr mir auch Unternehmen oder Themen schreiben, die ich für euch näher betrachte 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.